Kinderzahnheilkunde in der Zahnarztpraxis Dr. Berges in Cloppenburg

Ihr Kind soll gesunde Zähne haben? Mit diesem Wunsch wenden Sie sich an uns, damit wir Ihnen zahnärztliche Empfehlungen für die Gesundheit Ihres Kindes geben können.

Dabei sind wir bemüht, für jeden einzelnen Patienten ein optimales Konzept zusammenzustellen, welches ihn gezielt und bedarfsgerecht unterstützt.

Wir bieten nicht nur Therapien an, die greifen, wenn bereits größerer Behandlungsbedarf besteht (Füllungstherapie, Extraktionen etc.). Ganz im Gegenteil - wir sind bemüht, ein Therapieverfahren zu wählen, das präventiv greift. Wie z.B.:

  • Putztraining
  • Fissurenversiegelungen
  • Kariesinfiltration
  • Ernährungstipps

Kinderprophylaxe

Bereits in Kinderjahren wird der Grundstein für die spätere Zahnpflege und Zahnerhaltung gelegt. Damit Ihr Kind gut versorgt ist, bieten wir Ihnen/Ihrem Kind unser Prophylaxekonzept für Kids an. Dies beinhaltet unter anderem Putztraining und Motivation, Fissurenversiegelungen, Kariesinfiltration und Ernährungshinweise.

Putztraining

Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Kinderprophylaxe, damit Ihr Kind lernt, warum Zahnpflege so wichtig ist und wie es die Hygiene optimieren kann. Bei hohem Kariesrisiko oder schlechter Mundhygiene senkt die professionelle Reinigung die Erkrankungsrate. In diesen Sitzungen werden Ihrem Kind Tipps und Tricks zur effektiven Mundhygiene vermittelt, Beläge werden angefärbt, die Zähne poliert und fluoridiert. Die gesetzlichen Krankenversicherungen tragen die Kosten für eine Art Basisprophylaxe (d.h. 2x jährlich). Wenn Ihr Kind beispielsweise in kieferorthopädischer Behandlung ist und eine feste Zahnspange trägt, ist zusätzliche professionelle Hilfe zur effizienten Reinigung nötig. Gerne unterstützen wir Sie auch in dieser Hinsicht.

Fissurenversiegelung

Unser besonderes Anliegen gilt der Fissurenversiegelung. Durch Vertiefungen auf der Kaufläche bietet die Oberfläche der Zähne Nischen für kariesauslösende Bakterien, die oft auch durch gute Mundhygiene nicht beseitigt werden können. Es entsteht ein Loch! Das lässt sich weitgehend vermeiden, indem die Fissuren rechtzeitig versiegelt werden. Dies geschieht mit Kunststoff und meist ohne „Bohren“! Die Krankenkassen haben diese Notwendigkeit ebenfalls erkannt und zahlen diese Behandlung zumindest an den großen Backenzähnen.

Kariesinfiltration

Die Kariesinfiltration steht unter dem Motto: “Bohren - nein Danke“. Bei dieser Methode handelt es sich um eine vorsorgliche Behandlung, um Füllungen zu vermeiden. Dabei wird der Zahn ohne Beschleifen mittels eines Ätzgels schonend und schmerzfrei vorbereitet. Danach wird mit Hilfe eines speziellen Füllmaterials die beginnende Karies aufgefüllt und abgedichtet. Schlussendlich ist es ein chemischer Vorgang, den wir uns schon bei der Fissurenversiegelung zunutze machen, nun aber auf den Glattflächen und in den Zahnzwischenräumen anwenden können.

Ernährungshinweise

Oft begegnet uns ein Unwissen zum Säuregehalt und leicht spaltbaren Kohlenhydraten in unserer Nahrung. Hier können einfache Hinweise für ein zahnbewusstes Verhalten bei Essen und Trinken helfen.

Kleiner Ratgeber für Eltern

Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihr Kind zu Hause auf einen Zahnarztbesuch vorbereiten können. Es ist durchaus möglich, dass Ihnen manche davon etwas ungewöhnlich erscheinen; seien Sie sich bitte sicher, dass sich das von uns empfohlene Verhalten in vielen tausend Kinderbehandlungen bewährt hat.

Mit dem Mund kann man so viel machen! Lachen, lächeln, sprechen, die Lippen zusammen pressen, singen, pfeifen, küssen und essen! Ihr Kind sollte wissen, dass es einen Mund und Zähne darin hat, und dass es ganz normal ist, sich mit diesem Bereich zu beschäftigen und ihn anderen Menschen zugänglich zu machen.

  • Gestalten Sie den Tag des Zahnarztbesuches frei von Belastungen und sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Kind ausgeruht sind

Trotz aller Vorbereitungen ist ein Zahnarztbesuch für Ihr Kind neu und ungewohnt. Deshalb ist es ratsam, wenn das Behandlungsteam schrittweise vorgeht, um Ihr Kind behutsam in die Behandlungssituation einzuführen. Haben Sie bitte Geduld, auch wenn sich eine Behandlung einmal über mehrere Sitzungen erstrecken sollte.

  • Wecken Sie die Neugierde Ihres Kindes auf das Erlebnis "Zahnarztbesuch". In vielen Praxen dürfen die Kinder selber Zahnarzt spielen und Stofftiere - oder das eigene Kuscheltier - untersuchen. Setzen Sie sich zuerst in den Behandlungsstuhl zur Routinekontrolle und lassen Sie Ihr Kind zusehen. Es wird merken, dass nichts Schlimmes passiert und eher neugierig als ängstlich sein.
  • Kommen Sie mit Ihrem Kind noch bevor es Zahnschmerzen hat. Es wird dann die Erfahrung machen, dass ein Zahnarztbesuch etwas Harmloses und Normales ist. Hat Ihr Kind bereits beim ersten Zahnarztbesuch Schmerzen, ist diese Chance deutlich geringer.
  • Sprechen Sie nicht in der Gegenwart Ihres Kindes mit anderen über Schmerzen beim Zahnarzt. Ihr Kind hört oft besser zu, als Sie es vermuten.

Je weniger Aufhebens Sie machen, desto besser.

  • Geben Sie Ihrem Kind nicht das Gefühl, dass ein Zahnarztbesuch etwas Besonderes ist. Versprechungen von großen Belohnungen schon vor dem Besuch lassen Ihr Kind misstrauisch werden und machen Angst. Eine Belohnung können Sie im Behandlungszimmer versprechen, wenn tatsächlich eine unangenehme Behandlung erfolgt.
  • Selbstverständlich ist Ihre Anwesenheit im Behandlungszimmer willkommen. Bitte aber bleiben Sie eher im Hintergrund und überlassen Sie dem zahnärztlichen Team die Führung Ihres Kindes. Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnarzt ist eine erfolgversprechende Behandlung möglich.

Es kann auch sein, dass ein Kind sich zu sehr auf die Eltern fixiert, wenn sie im Zimmer anwesend sind. Dadurch gestaltet sich die Kontaktaufnahme für das zahnärztliche Team sehr viel schwieriger. In solchen Fällen ist es besser, die Kinder alleine in das Behandlungszimmer gehen zu lassen.

  • Greifen Sie nicht in unser Gespräch mit Ihrem Kind ein. Sie können darauf vertrauen, dass wir Erfahrung mit der Kinderbehandlung haben.
  • Erzählen Sie Ihrem Kind nichts von einem Bohrer. Ein Bohrer ist für ein Kind ein Gerät, mit dem der Vater unter großem Lärm Löcher in die Wände Ihrer Wohnung bohrt. Überlassen Sie die Erklärung der zahnärztlichen Instrumente uns. Wir werden für Ihr Kind zum Teil andere Bezeichnungen der Instrumente haben. Wenn Sie mit Ihrem Kind über die Behandlung sprechen, verwenden Sie bitte möglichst genau diese Begriffe.

Wir vermeiden bei allen Patienten das Wort "Spritze" sondern sprechen von einer "Betäubung" oder von "Schlaftropfen für die Zähne". Wir haben die Möglichkeit, wirklich schmerzfrei zu betäuben. Vor dem Wort "Spritze" allein könnte Ihr Kind aus Erzählungen von anderen Arztbesuchen Angst haben.

  • Versprechen Sie Ihrem Kind nicht, dass nichts weh tun wird. Dieses Versprechen können nur wir geben, wenn es tatsächlich so ist.
  • Ihr Kind kann selbst sagen, was es will und wo es Schmerzen hat. Lassen Sie Ihr Kind reden und nehmen Sie ihm diese Aufgabe nicht ab. Ihr Kind soll nicht das Gefühl bekommen, dass wir mit Ihnen über sein Schicksal verhandeln, sondern dass wir auf seine Wünsche eingehen.